Am 6. Januar feiern wir in der Schweiz den Dreikönigstag mit einem Dreikönigskuchen. Ein rundes grösseres Stück in der Mitte mit 6 kleinere runden Stücke. In einem der Kuchen befindet sich eine kleine Plastikköniögsfigur und wer in in seinem Kuchen findet, darf sich die Krone aufsetzten und einen Tag in der Familie „regieren“.
In unserer Familie sind schon alle Gross und jeder nimmt sich ein Stück wenn es passt. Ich nahm als Erste ein Stück und biss sogleich in den König und dachte: Ich stecke in doch gleich wieder zurück in einen anderen Kuchen. Am Abend kam unsere Tochter nach Hause und sie fragte nach dem Kuchen. Ich konnte ihr nicht verheimlichen, dass ich den König nochmals in einen kleinen Kuchen gedrückt habe damit sie evt. die Chance hat „Königin“ zu werden😅. Mein Humor schein durch!
Heute morgen lagen noch zwei Kuchen auf dem Tisch und ich nahm mir nochmals ein Stück, biss hinein, in den König den ich Tags zuvor nochmals in einen Kuchen hineingedrückt habe. Ist das Zufall? Zweimal König/in, und werde in diesem Moment erinnert, dass ich Kind bin „Königstochter“. Ich stehe in Beziehung zu Gott der mein gnädiger, liebender und barmherziger Vater ist. 💞
Mein Motto für 2026 lautet: „Königstochter – radikal ehrlich“.
Es soll mich das ganze Jahr begleiten und mich einerseits an meine
geschenkte Identität erinnern:
Ich bin eine Königstochter – geliebt von meinem himmlischen Vater. In dieser Beziehung darf ich Kind sein, muss nichts beweisen und nicht funktionieren und darf immer etwas unfertig bleiben.
Andererseits erinnert mein Motto mich daran, dass ich gekrönt bin und eine Berufung trage: „Der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“ (Psalm 103,4) Vater Gott gibt mir Mandate Verantwortungsbereiche (Mutterkindraum /Businessraum) in denen ich (radikal ehrlich) und immer etwas unfertig wirken und Einfluss nehmen kann.
Identitätsfragen
lassen sich nicht durch Konzepte, Methoden oder Strategien beantworten. Das funktioniert so nicht. Denn:
Identitätsfragen sind Beziehungsfragen
Sie werden nicht im Kopf gelöst, sondern im Herzen – in der Beziehung zu Gott, zu mir selbst, zu den Kindern und zu den Eltern, die ich begleite.
„Königstochter“ radikal ehrlich
ist deshalb für mich in erster Linie eine Erinnerung an meine Identität als Kind Gottes und daran, dass mein Handeln und arbeiten aus Beziehung heraus passiert. Dass ich radikal ehrlich menschlich verletzlich und immer etwas unfertig sein darf 🥰 Für Gott, für meine Familie, für Eltern und für Kinder.
Was das konkret für mich bedeutet, zeigt sich in drei Bereichen – in dem, was ich tue, aus welcher Haltung ich lebe und wie ich mich in meinem Tun wahrnehme.
Ich springe 2026 als „Königstochter“ radikal ehrlich und mutig in neue Abenteuer!
1. Was ich tue:
Ich erinnere
Ich bin gerne Mama und Businessfrau. Ich lebe Beziehung – bewusst, hierarchisch und bindungsorientiert. Alles, was ich tue, ist geprägt von meiner Überzeugung: Eltern sind die wichtigste Bindungsperson für ihre Kleinkinder. Mama- und Elternsein sind Berufung und geschenkte Identität.
Ich werde auch in diesem Jahr wieder ganz viel Erinnerungsarbeit leisten. Ich erinnere Mütter: Mama wird man nicht durch Strategien, Methoden oder Erziehungskonzepte, sondern durch die Geburt des eigenen Kindes. Ich erinnere Eltern daran, dass sie aus dieser geschenkten Identität heraus ihre Kinder jeden Tag einladen dürfen, in der Beziehung zu ihnen zur Ruhe zu kommen.
Ich erinnere Eltern daran, dass Kindschaft eine besondere Lebensphase ist, in der ihre Kinder erfahren dürfen, dass sie versorgt und geschützt sind – nicht, weil sie sich anpassen oder es verdienen, sondern weil sie geliebt sind. Abhängigkeit gehört zur kindlichen Identität. Ich erinnere Eltern, wenn kindliche Biologie Bindungsruhe erlebt, Versorgung, Nestwärme und Schutz erfährt, Kinder wie „automatisch“ wachsen, spielen und selbstständig werden. Und auch Eltern dürfen immer etwas unfertig auf dem Weg sein. 💞
Meine Handlungsfähigkeit
Meine Handlungsfähigkeit ist getragen von tiefer Loyalität gegenüber unserer verletzlichen, oft unreifen Menschlichkeit – und vom festen Glauben und Vertrauen, dass sich unser menschliches und geistliches Potenzial in sicheren Beziehung bis zum Lebensende entwickeln und entfalten kann. Ich erinnere daran, sichere Eltern für Kleinkinder zu sein – Mütter und Väter die kindliche Unreife nicht beschämt, blossstellt, unter Druck setzt, manipuliert oder anklagt.
Ich teile mein Wissen, meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse in Blogartikeln, Kursen und im Coaching, um Eltern von Babys und Kleinkindern zu stärken und sie darin zu ermutigen, ihren Kindern die hierarchische Beziehung zu schenken, die sie für Entwicklung und Wachstum brauchen.

Die Natur lehrt uns, das natürliche hierarchische Bindungsmodell 💞
2. Aus welcher Identität ich lebe
Meine Haltung gründet in der Gotteskindschaft: „Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ (1. Korinther 15,10). Identität definiere ich nicht über Leistung, Herkunft oder Erwartungen anderer, sondern über meine hierarchische Zugehörigkeit als Kind zu Gott . Diese Haltung erlaubt mir, immer etwas unfertig radikal sichtbar zu sein 😊
„Der mein Leben vom Verderben erlöst, der mich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“ Psalm 103,4 spiegelt das Wesen Gottes in meiner Berufung.
3. Wie ich mich in meinem Handeln wahrnehme und wahrnehmen möchte
Ich erlebe meine Identität als Mutter frei von Selbstverurteilung und Anklage. Frei von Scham. In meinem Handeln erlebe ich jedoch ganz normale Unsicherheiten. Ich handle situativ, wenn es nötig ist, oder zukunftsorientiert – mit dem Blick auf die kindliche und jugendliche Entwicklung.
Mein Handeln und Arbeiten als Businessfrau ist noch in Entwicklung.
Arbeit, Schreiben, Lehren, Begleiten und Muttersein sind Ausdruck meiner Identität als Königstochter. Von Herzen wünsche ich mir, dass ich im Jahr 2026 durch mein Motto immer wieder daran erinnert werde, wessen Tochter ich bin – und dass das gnädige, barmherzige, einladende, offene und nicht verurteilende Wesen Gottes durch mich als seine Tochter sichtbar wird: als sichtbare Krönung der unsichtbaren Krone, die ich trage.
Ich berufe mich in meiner Wahrnehmung auf Gottes Wort und Zusagen.
Fazit:
Als Mutter und bindungsbasierte Entwicklungspädagogin lebe ich meine Mama-Identität bereits aus der Beziehung heraus. Ich übernehme täglich Verantwortung für Beziehungsarbeit und lade Kinder und Jugendliche bewusst in meine Gegenwart ein. Ich interessiere mich von Herzen für ihre Bindungsbedürfnisse, Erfahrungen und Gefühle und entscheide im jeweiligen Moment, was jetzt dran ist – zuhören, ermutigen, schützen, Grenzen setzen oder handeln. Für diesen Weg habe ich mich entschieden.
Ich erziehe nicht mehr mit Druck und Kontrolle, sondern aus Vertrauen: in Beziehung, in Entwicklung und in Prozesse, die Zeit brauchen. Als Mutter und Pädagogin lebe ich in meiner Identität und handle kreativ und offen aus dieser Beziehung heraus. Ich erlebe mich dabei oft wie ein Fisch im Wasser: lebendig, frei und handlungsfähig. In dieser Haltung fühle ich mich gebraucht und zutiefst sinnerfüllt – besonders im Unterwegssein mit Kindern und Jugendlichen. 💞
Als Businessfrau bin ich noch nicht so weit da brauche ich diese Erinnerung umso mehr. Oft stelle ich mir – bewusst oder unbewusst – die Frage: „Was oder Wer muss ich für Eltern/Mütter sein, damit mein Business funktioniert?“ Wenn ich unter Druck am funktionieren bin versuche ich die Frage durch Strategien und Methoden zu beantworten. Dann geht es vor allem um richtig oder falsch und ums machen.
Mein Motto erinnert mich daran: Identität mit der Frage: Wer bin ich? Werden nicht durch Konzepte, Ausbildungen oder Methoden beantwortet, sondern in zwischenmenschlicher Beziehung. Aus dieser Beziehung heraus werden Bindungs-Bedürfnisse und Fragen sichtbar – und erst dann werden Fachwissen, Konzepte und Methoden zu einem Segen, zu einem Handwerkzeug.
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