Ich habe einen Ruf gehört – nicht nur mit den Ohren, sondern mit meinem ganzen Herzen. Nicht nur als Gedanke, sondern als tiefe Sehnsucht, als innere Wahrheit: Mein Herz will seiner uralten Bestimmung folgen. Es will nicht länger im Schatten bleiben oder von alten Ängsten, Überzeugungen und Zweifeln beherrscht werden.
Meine Reise ist ein langer Prozess – ein Ringen mit alten Fragen und Mustern, ein Loslassen von Blockaden und zugleich das behutsame Lauschen auf die leise Stimme meines Herzens.
Ich lade dich ein, mich auf diesem Weg zu begleiten. Vielleicht spürst auch du den Ruf, deines Herzens nach echter und tiefer Beziehung.
Nicht aus Bosheit, sondern aus Vergessen – wenn das Herz seinen Ursprung verliert
Vor kurzem hörte ich den zweiten Teil einer dreiteiligen Reihe von Ole und Merle Ranft aus der Divine Community zum Thema „Sichtbarkeit mit Sinn & Segen. Der Titel lautete: „Das private Profil als Schlüssel zu echter Verbindung. Inmitten all der Worte und Impulse war es ein Vers aus Matthäus 21,13, der sich fest in mir verankerte: „Mein Haus soll ein Bethaus heissen; ihr aber macht es zu einer Räuberhöle.“.
Wir lesen in der Bibel, dass Jesus kritisierte, dass der Tempel – eigentlich ein heiliger Ort der Begegnung mit Gott – durch Geschäftemacherei entweiht wurde. Wo eigentlich Gebet, Stille und Gottes Gegenwart Raum haben sollten, wurde Gekauft und Verkauft es war sozusagen ein Business Ort.
Ich stelle mir vor, wie Jesus traurig und enttäuscht war – weil sein Volk vergessen hatte, dass ihr Herz für die Beziehung mit Gott geschaffen ist. Nicht aus Bosheit wurde dieser heilige, intime Raum zur Räuberhöhle, sondern weil Schmerz, Mangel und Leid die Herzen verhärtet hatten. Das Herz war nicht verloren – aber es hatte vergessen, wie es ist, geliebt zu sein.💔
Und die, die eigentlich erinnern sollten – die Hohepriester und Schriftgelehrten – taten es nicht. Im Gegenteil: Sie duldeten den Handel, ja, sie förderten ihn. Statt das Volk zur Anbetung zu führen, trugen sie mit dazu bei, dass das Haus Gottes entweiht wurde. Genau das prangert Jesus an.

Das Volk hat seinen Hirten vergessen. Die Erinnerung an seine Liebe ist verblasst.
Wenn ein Bibelvers mein Herz trifft
Wenn mich Worte so tief berühren, mache ich mich auf die Suche nach dem Sinn dahinter. Ich frage mich: Was möchte Gott mir sagen? Und ja – diesmal war es wieder so ein Moment. Der Vers aus Matthäus 21,13 war eingebettet in einen Prozess, der schon länger in mir wirkte. Kurz zuvor hatte Gott in einer Nacht zu mir gesprochen – durch Psalm 23,6a: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.“
Ich bin erinnert. Und ich bin überwältigt dankbar. Weil ich seine Gegenwart spüre – mitten in unserem Familienleben. Nicht als etwas Theoretisches, sondern als liebevolle Realität.
Sie ist – bei allem, was unvollkommen ist – ein Ort lebendiger Beziehung. Nicht perfekt. Aber ehrlich. Beweglich. Offen. Ein Raum, in dem mein Herz lernt zu vertrauen – und sich immer wieder daran erinnern darf, dass es für Beziehung geschaffen ist: zu Gott, zu mir selbst und zu meinen Nächsten.
Beziehung als ein Ort wo Herzen fliegen lernen 💞
Was will der Heilige Geist mir zeigen?
Doch während ich all das bewege, wurde mir plötzlich etwas klar: Gott spricht hier nicht über meine Familie. Er spricht mit mir über mein Business. Diese Erkenntnis hat mich tief berührt. Weil ich so oft denke, dass mein Herz vor allem im Privaten berührt und geformt wird. Aber diesmal war es anders. Der Heilige Geist lenkt meinen Blick auf den Raum, den ich beruflich gestalte – auf mein Wirken, meine Entscheidungen, meine Haltung.
Und so begann ich, tiefer zu fragen: Was möchte der Heilige Geist mir zeigen? Woran will er mich erinnern? Was bedeutet dieser Vers – „Mein Haus soll ein Bethaus sein“ – für mich? Für mein Arbeiten, mein Leiten, mein berufliches Gestalten?
Ich spüre: Es geht um mehr als Strukturen, Angebote oder Erfolgszahlen. Es geht um Raum für Begegnung. Darum, dass mein Business nicht ein Ort der Selbstoptimierung für Mütter wird – sondern ein Ort der Gegenwart Gottes. Ein Raum, in dem kleine und grosse Herzen wieder spüren dürfen, wofür sie wirklich gemacht sind. Ein Ort, an dem auch mein Herz nicht untergeht, sondern sein Bestimmung mutig mit aller menschlichen Begrenzung lebt.
Fragst du dich auch manchmal, ob dein Business Raum für dein Herz lässt – für echte Begegnung und gelebte Berufung?

Business als ein Ort wo Entwicklung und Wachstum möglich ist.
Wenn das Herz sich schützt – und der berufliche Weg blockiert wird
Doch was, wenn mein Herz – vielleicht schon früh oder später im Leben – nicht mehr sicher war?💔
Vielleicht zieht es sich dann nicht aus Schwäche zurück, sondern weil es sich an seine wahre Bestimmung erinnert: Beziehung, Liebe und Vertrauen. Es sucht den Raum, in dem es ganz sein und wachsen darf. Wenn es sich verschliesst oder Schutzmauern baut, muss dies kein Zeichen von Schwäche, sondern ein stiller Ruf nach Heilung und echter Begegnung – ein Ausdruck seiner Sehnsucht, wieder dem ursprünglichen Plan Gottes zu entsprechen.
Die Wissenschaft hat längst erkannt, dass die inneren Schutzmuster nicht falsch sind – sie waren einmal überlebenswichtig. Aber heute halten sie viele von uns zurück: Vom Erfolg. Von Klarheit. Von einem Wirken, das wirklich aus meinem Herzen kommt. Manchmal sabotiere wir unbewusst genau das, wofür wir eigentlich gemacht sind.
Ich bleibe im Versteckten, im Analysieren, im Zweifeln. Nicht weil ich ein Opfer bin – sondern weil mein Inneres zum Schutz oft genau das wählt: Ablenkung. Begrenzung. Verzettelung. Damit ich nicht sichtbar werde. Nicht klar. Nicht fühlbar. Denn Sichtbarkeit macht verletzlich. Verantwortung macht angreifbar. Was früher Schutz war, wird zur Mauer. Auch durch scheinbar hilfreiches Wissen.
Ich kenne Begriffe wie Bindung, Pädagogik, Bindungsmuster, Nervensystem, Resilienz ect. – ich arbeite mit ihnen, sie haben ihren Platz. Doch manchmal frage ich mich: Führen all diese Konzepte mich wirklich zurück zum Wesentlichen – zu meinem Herzen? Zur Verbindung? Zur Präsenz, die mein Business braucht?
Vielleicht kennst du das auch – du willst es richtig machen, liest viel, probierst Methoden.
Doch dein Herz bleibt still. Ungehört. Irgendwann beginnst du zu spüren:
Ich brauche keinen neuen Plan. Ich brauche Beziehung.
Ich merke: Theorien geben mir Struktur und Halt – ja. Aber sie können mich auch von meinem Herzen fernhalten. Dann beobachte, aber berühre ich nicht. Ich verstehe, aber kann emotional nicht halten. Ich beschreibe, aber lade nicht ein.
Ich glaube: Mein Herz findet seine Berufung nicht durch Analyse, sondern durch Begegnung. Nicht durch Konzepte, sondern durch Antwort – auf eine Liebe, die nicht nur erklärt, sondern geglaubt werden will.

Herzberufung im Business: Wenn mein Arbeitsraum zum Bethaus wird
Ich glaube, dass Gott mein Business-Herz durch Merle und Oli an seine ursprüngliche Berufung erinnert hat. Mein fürsorgliches Herz soll auch – und ganz besonders – in meinem Business auf dem Thron sitzen und führen.
Das bedeutet für mich: Mein Business soll kein Ort sein, der Eltern in Selbstoptimierung treibt – sondern einer, der sie zurück zur Verbindung führt. Kein Raum, in dem nur die ‚richtige‘ Methode zählt – sondern einer, der Herzen erinnert: Du darfst deiner Herzenskraft vertrauen. Ein Raum, in dem Eltern an ihre eigene, tiefe Berufung erinnert werden.
Ein Raum, in dem sichtbar wird, was wirklich trägt: Wahre Entwicklung geschieht nicht durch Kontrolle oder Druck – sondern aus einem Herzen, das für Kinder ein Nest baut. Ein Nest, in dem Geborgenheit, Wärme und Vertrauen nicht blosse Wörter sind – sondern gelebt werden. Aus Liebe. Aus Glauben. Aus tiefem Vertrauen.
„Mehr als auf alles gib acht auf dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.“ Sprüche 4,23
Ein Bethaus bedeutet für mich: Mein Business soll ein Ort sein, an dem ich in Beziehung bleibe – zu Gott, zu mir, zu den Menschen, die mir anvertraut sind. Ich merke: Wenn mein Herz hier wirklich auf dem Thron sitzen darf, dann verändert das alles. Dann wird mein Business nicht zu einem Ort, an dem ich mich selbst verliere, sondern zu einem Ausdruck meiner tiefsten Überzeugung: Dass Gott mitten im Business Alltag Raum nehmen will. Und ja – so soll es sein. Das ist mein Wunsch: Dass mein fürsorgliches Herz nicht im Schatten bleibt, sondern sichtbar führen darf.
Ich glaube: Wenn mein Herz wirklich als Bethaus leben soll – dann nicht nur im Stillen, sondern mitten im Leben. In den Konflikten. Mitten im ganz normalen Alltag. Und genau dort begann für mich dieser Weg – mit einem Moment, der mir für immer in Erinnerung bleibt.
Wenn Wissen nicht reicht – und das Herz die Richtung weist
Hier beginnt sich mein Business mit dem Privaten zu verbinden. Kurz nach der Geburt unserer Tochter im Jahr 2008 lernten wir die Vertrauenspädagogik kennen. Ich erinnere mich noch gut an eine Aufgabe: Eltern sollten einen Tag lang auf Schimpfen verzichten. Unsere Tochter war damals noch ein Baby – aber ich erinnere mich genau, wie schwer es vielen Müttern fiel, auf gewohnte Erziehungsmethoden zu verzichten. Diese Erfahrung hat sich in mir eingeprägt. Denn sie zeigt: Wissen allein reicht oft nicht.
Es braucht etwas Tieferes – ein inneres Ja, ein Herz, das erinnert und bereit ist, neu zu vertrauen. Dieses Herz ist kein abstraktes Konzept, sondern die Quelle von Erziehung und Beziehung. Gerade wenn altes Wissen und alte Muster uns blockieren, kann genau dieses innere Ja den Unterschied machen.
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Eine persönliche Geschichte
So war es auch für mich, als ich mich damals entschied, dass ich eine tiefere Beziehung zu meiner Tochter leben will – statt starr Konzepte zu folgen, die von mir viel Kraft und Aufmerksamkeit forderten. Es fühlte sich für mich einfach leichter an, darauf zu vertrauen, dass sich alles andere fügt, wenn ich mein Kind in der Beziehung halte.
Diesen Weg bin ich über die Jahre weitergegangen, auch in meiner Arbeit als Spielgruppenleiterin. Mein Fokus lag immer auf der Beziehung und darauf, die Kinder einzuladen, sich darauf einzulassen.
Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich, dass ich genau das getan habe, was mein Herz mir gesagt hat: Ich habe die Kinder eingeladen, in Beziehung zu gehen, und das kindliche Herz immer wieder daran erinnert, dass es darin geborgen und sicher ist. Denn genau daraus schöpft das Kind Kraft für sein Leben und seine Entwicklung.
Meine langjährige private als auch berufliche Erfahrung bestätigt mir: Diese Wahrheit ist wahrhaftig und kraftvoll.
Wenn du magst liess gerne meinen Blog: Traumatisierte Trennungsangst überwinden: Eine Spielgruppen-Fallstudie
Und vielleicht ist genau das der Moment, an dem Gott ruft
Nicht durch Konzepte. Nicht durch äusseren Erfolg. Sondern mitten in der Erschöpfung. In der Sehnsucht, es anders zu machen – denn wenn alles Wissen nicht mehr reicht, beginnt oft ein viel tieferes Erinnern:
Das Herz wird wach. Und erinnert sich an das, wozu es eigentlich berufen ist.

Wenn das elterliche Herz erinnert wird
Mit der Geburt eines Kindes öffnet sich oft ein inneres Tor – zurück zur ursprünglichen Berufung: zu lieben, zu verbinden, zu schützen – aus echter Beziehung heraus. Viele Eltern, wie auch ich früher, greifen zunächst zu Konzepten und Methoden. Sie wollen es gut machen – oft besser als sie es selbst erlebt haben. Doch irgendwann spüren viele: Wissen allein trägt nicht. Das Herz fühlt sich nicht gemeint, nicht sicher. In einer leistungsorientierten Welt fällt es schwer, dem eigenen Gefühl zu vertrauen.
Und doch: Gerade wenn Konzepte alleine nicht mehr greifen, wird oft etwas anderes hörbar – der Ruf des Herzens. Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, in der das Herz von Müttern und Vätern wieder auf den Thron der Fürsorge darf. Nicht als perfektes, fehlerfreies Herz – sondern als lebendiges, berührbares, echtes Herz.
Ich glaube: Das Erinnern an diese innere Wahrheit gehört nicht nur wenigen – es gehört uns allen. Und manchmal braucht es jemanden, der uns daran erinnert, wozu unser Herz ursprünglich gerufen und befähigt ist.
Zurück an den Anfang
Das bringt uns zurück an den Anfang dieses Blogs – zu Jesu Worten: „Mein Haus soll ein Bethaus sein.“
Vielleicht ist genau deshalb Jesus in unsere Welt gekommen: Damit unser Herz – das oft vergisst, sich verhärtet oder verloren geht – erinnert wird.
An Gottes Liebe.
An unsere ursprüngliche Berufung: in Beziehung zu leben, zu vertrauen, zu wachsen. Nicht durch Belehrung, sondern durch Berührung. Nicht aus Pflicht, sondern aus Gnade.

Gesehen, Getröstet, Gehalten, Ermutigt
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, an dem dein Herz sich erinnert. Und du spürst: Ich möchte nicht mehr allein weitergehen. Dann lade ich dich von Herzen ein in meine WhatsApp-Gruppe „Mamakraft“ oder wenn du ein Baby hast in einen meiner Babymassagekurs.
Herzlichst Karin




Wie schön! Ich habe deinen Artikel gerade gelesen und bin sehr berührt von deiner Art deine Berührung zu teilen. 🥰 Das was der Bibel-Vers mit dir gemacht hat, was dadurch angestoßen wurde und welche Gedanken und Prozesse es ausgelöst hat. Vor allem das sehnsüchtige Herz echte Beziehung zu Jesus zu leben und in Gemeinschaft zu sein kommt durch und ich feiere das sehr! Danke, dass du dich hast berühren lassen von Gottes Wort und dass du es gleich als Inspiration weiter gibst! 🙏❤️
Liebe Merle
Vielen Dank für deine wertschätzende Worte in der Rückmeldung.
Herzliche Grüsse nach Zypern Karin